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Wie funktioniert der Fake-Support-Betrug? Bei dieser Betrugsmasche kontaktieren Kriminelle unaufgefordert potenzielle Opfer, meist per Telefon, und geben sich als Mitarbeiter bekannter Technologieunternehmen wie Microsoft, Apple oder verschiedener Internetprovider aus. Die Anrufer behaupten, auf dem Computer des Opfers seien Sicherheitsprobleme oder Viren entdeckt worden, die dringend behoben werden müssten. Dabei handelt es sich um eine gut organisierte Form des Social Engineering, die gezielt die technische Unsicherheit vieler Nutzer ausnutzt.

Typisches Vorgehen der Betrüger

Die Anrufer arbeiten nach einem ausgeklügelten Drehbuch:

1. Vertrauensaufbau

  Die Betrüger nennen seriös klingende Firmennamen und geben sich als offizieller Support aus. Oft verwenden sie gefälschte Caller-IDs, die tatsächlich den echten Supportnummern ähneln.

2. Problemvortäuschung

  Es werden nicht existierende Fehlermeldungen oder Sicherheitswarnungen behauptet. Häufig genannte Probleme sind:
  - "Ihr Computer sendet Viruswarnungen"
  - "Ihre IP-Adresse wurde für illegale Aktivitäten genutzt"
  - "Ihr System ist schwer kompromittiert"

3. Lösungsangebot

  Die Betrüger bieten an, das Problem sofort zu beheben, gegen Gebühr natürlich. Dafür fordern sie:
  - Installation von Fernwartungssoftware
  - Zahlung für angebliche Dienstleistungen
  - Herausgabe von Kreditkartendaten

Technische Hintergründe

Die installierte Schadsoftware ermöglicht den Tätern oft:

- Vollständige Fernsteuerung des Computers

- Ausspähen aller Eingaben (Keylogger)

- Diebstahl gespeicherter Passwörter

- Installation zusätzlicher Schadprogramme

- Nutzung des Systems für weitere Angriffe

Erkennungsmerkmale

Warnsignale für Fake-Support-Anrufe:

- Unaufgeforderte Kontaktaufnahme

- Behauptung nicht existierender Probleme - Druckausübung ("Sofort handeln!")

- Aufforderung zur Softwareinstallation

- Bitte um Kreditkartendaten oder Zahlungen

Schutzmaßnahmen

Im Falle eines Anrufs:

1. Legen Sie sofort auf

2. Geben Sie keine Informationen preis

3. Installieren Sie keine angeforderten Programme 4. Notieren Sie die Rufnummer (falls möglich)


Technische Vorkehrungen:

- Installieren Sie seriöse Sicherheitssoftware

- Deaktivieren Sie ungenutzte Fernwartungsfunktionen

- Führen Sie regelmäßige Backups durch

- Halten Sie Ihr Betriebssystem aktuell


Organisatorische Maßnahmen:

- Schulen Sie alle Haushaltsmitglieder

- Erstellen Sie einen Notfallplan

- Nutzen Sie separate Geräte für Bankgeschäfte

Was tun nach einem Vorfall?

1. Sofortmaßnahmen

  - Internetverbindung trennen  
  - Betroffene Software deinstallieren  
  - Bank und Kreditkartenunternehmen informieren  

2. Systembereinigung

  - Professionelle Hilfe hinzuziehen  
  - Komplett neuinstallation erwägen  
  - Alle Passwörter ändern  

3. Meldungen

  - Anzeige bei der Polizei erstatten  
  - Meldung an Verbraucherschutzstellen  
  - Warnung anderer Nutzer  

Langfristige Folgen

Auch nach Bereinigung können bleiben:

- Psychisches Unbehagen

- Vertrauensverlust in Technologie

- Finanzielle Einbußen

- Identitätsdiebstahlgefahr

Weiterführende Hilfe